Ferienwohnung vermieten: frisch vorbereitete Wohnung mit Handtüchern, Schlüssel und Gästemappe auf dem Tisch

Ferienwohnung vermieten: lohnt sich das? Kosten, Anmeldung und Tipps aus der Praxis

Von Daniel Schulz, residir GmbH · Zuletzt aktualisiert: 14. Oktober 2026

Eine Ferienwohnung zu vermieten lohnt sich vor allem in gefragten Lagen mit hoher Auslastung, wenn die Erlaubnis geklärt ist und Sie den laufenden Aufwand realistisch einplanen. Von den Übernachtungseinnahmen gehen Provisionen, Wäsche, Nebenkosten und Rücklagen ab, und jeder Gästewechsel braucht Organisation. Wer das vorher durchrechnet, kann eine Ferienwohnung erfolgreich vermieten, statt nach dem ersten Jahr enttäuscht zu sein.

Dieser Ferienwohnung-vermieten-Ratgeber schaut auf die Vermieterseite. Unser Autor Daniel Schulz hat in acht Jahren mit Serviced Apartments über 80.000 Gästeaufenthalte betreut, viele Hinweise unten stammen aus dieser Praxis. Stand ist Oktober 2026. Der Artikel ist eine allgemeine Übersicht und keine Steuer- oder Rechtsberatung.

In diesem Artikel:

SchrittWorum es gehtWer zuständig ist
Erlaubnis klärenTeilungserklärung, Zustimmung des Vermieters, Regeln der GemeindeEigentümergemeinschaft, Vermieter, Stadt oder Gemeinde
AnmeldenEinnahmen erklären, ggf. Gewerbe anmelden, Meldescheine für ausländische GästeFinanzamt, Gewerbeamt
VermarktenPortale, eigene Website, Software für Kalender und NachrichtenSie selbst oder eine Agentur
BetreibenPreise, Check-in, Gästekommunikation, Wechseltage, BewertungenSie selbst, Putzkraft, Verwalter
Ferienwohnung vermieten: die vier Schritte im Überblick. Allgemeine Übersicht, Stand Oktober 2026.

Ferienwohnung vermieten: lohnt sich das?

Die ehrliche Antwort: Es kommt auf drei Zahlen an. Wie viele Nächte im Jahr ist die Wohnung belegt, was bleibt pro Nacht nach allen Kosten übrig, und wie viele Stunden stecken Sie selbst hinein? Lohnt sich eine Ferienwohnung zu vermieten, wenn am Ende kaum mehr übrig bleibt als bei einer normalen Vermietung, aber jede Woche Arbeit anfällt? Für viele Eigentümer nicht.

Auslastung realistisch einschätzen

Die Auslastung schwankt stark nach Lage und Saison. In Städten mit Messen und Großveranstaltungen sind einzelne Wochen schnell ausgebucht, dazwischen gibt es ruhige Phasen. In Feriengebieten tragen Sommer und Winter das Jahr, Frühjahr und Spätherbst bleiben oft leer. Planen Sie lieber mit einer vorsichtigen Auslastung und freuen Sie sich über gute Monate.

Lücken füllen manche Vermieter mit längeren Aufenthalten: Handwerker, Projektteams und Pendler buchen oft mehrere Wochen am Stück. Wie dieses Segment in der Stadt funktioniert, zeigt unsere Seite zu Monteurzimmer München. Für Sie als Vermieter heißt das weniger Wechsel, dafür meist einen niedrigeren Preis pro Nacht.

Beispielrechnung: Einnahmen und Kosten im Jahr

Welche Kosten anfallen, wenn Sie eine Ferienwohnung vermieten, zeigt die folgende Rechnung. Sie ist ein reines Beispiel mit angenommenen Werten, keine Prognose und nicht auf eine bestimmte Stadt bezogen. Angenommen ist eine Zweizimmerwohnung für bis zu vier Gäste, 120 Euro pro Nacht im Durchschnitt, 65 Prozent Auslastung und durchschnittlich drei Nächte pro Aufenthalt.

Position (Beispiel)AnnahmeBetrag pro Jahr
Übernachtungsumsatz237 Nächte × 120 €28.440 €
Provision Portale15 % vom Umsatz– 4.266 €
Reinigung bei Gästewechsel79 Wechsel × 55 €– 4.345 €
Wäsche und Verbrauchsmaterial79 Wechsel × 20 €– 1.580 €
Strom, Heizung, Wasser, Internetpauschal– 2.400 €
Software, Schließsystempauschal– 500 €
Instandhaltung und Ersatzpauschal– 1.500 €
Ergebnis vor Finanzierung, Hausgeld, Abschreibung und Steuern13.849 €
Beispielrechnung mit angenommenen Werten, keine Prognose. Reinigungsgebühren der Gäste sind hier nicht als Einnahme gerechnet. Stand Oktober 2026.

Zum Vergleich: Bringt dieselbe Wohnung als Dauermiete 1.150 Euro kalt im Monat, sind das 13.800 Euro im Jahr, fast ohne laufende Arbeit. Erst wenn Auslastung oder Preis spürbar höher liegen, wird die Ferienvermietung attraktiver. Dazwischen liegt die mittelfristige Vermietung auf Zeit, wie sie Anbieter für möblierte Apartments in München nutzen: weniger Wechsel, planbarere Einnahmen.

Der Aufwand, über den wenige sprechen

Der größte Posten taucht in keiner Tabelle auf: Ihre Zeit. Anfragen beantworten, Kalender pflegen, Putzkraft koordinieren, Schäden klären, Bewertungen beantworten. Bei einer gut eingespielten Wohnung sind das als Richtwert einige Stunden pro Woche, in der Hochsaison mehr. Wer eine Ferienwohnung kaufen und vermieten lassen möchte, rechnet diese Arbeit als Verwaltungshonorar in die Kalkulation.

Ferienwohnung vermieten Kosten: Schreibtisch mit Laptop, Belegungskalender, Taschenrechner und Schlüsseln
Vor dem Start rechnen: Auslastung, Provision, Wäsche und Nebenkosten entscheiden, ob sich die Vermietung lohnt.

Wohnung als Ferienwohnung vermieten: Genehmigung und Anmeldung

Bevor das erste Inserat online geht, muss klar sein, dass Sie überhaupt vermieten dürfen. Drei Stellen können mitreden: die Eigentümergemeinschaft, Ihr eigener Vermieter und die Gemeinde. Ferienwohnung vermieten, wie geht das rechtlich sauber? Die folgenden Punkte gelten allgemein, die Details regelt jede Kommune selbst.

Eigentumswohnung als Ferienwohnung vermieten

Kann ich meine Eigentumswohnung als Ferienwohnung vermieten? Das entscheiden zuerst die Teilungserklärung und die Gemeinschaftsordnung. Steht dort nichts dagegen, gilt die Vermietung an Feriengäste in der Regel als zulässige Wohnnutzung. Ist die Wohnung als reine Wohnung ausgewiesen und die Vermietung an wechselnde Gäste ausdrücklich ausgeschlossen, dürfen Sie sie nicht als Ferienwohnung anbieten.

Ein späteres Verbot ist nicht einfach: Der Bundesgerichtshof hat 2019 entschieden, dass die Eigentümer die kurzzeitige Vermietung nicht per Mehrheitsbeschluss verbieten können, dafür braucht es die Zustimmung aller (Urteil vom 12. April 2019, V ZR 112/18). Gute Nachbarschaft ist trotzdem wichtig. Lärm, Müll und fremde Gesichter im Treppenhaus sorgen schnell für Ärger in der Eigentümerversammlung.

Als Mieter nur mit Erlaubnis

Wer selbst zur Miete wohnt, braucht für die Überlassung an Feriengäste die Erlaubnis seines Vermieters (§ 540 BGB). Ohne Erlaubnis riskieren Sie eine Abmahnung und im Ernstfall die Kündigung. Lassen Sie sich die Zustimmung schriftlich geben, mit Angabe des Zeitraums.

Ferienwohnung vermieten mit oder ohne Gewerbe

Die Frage nach dem Gewerbe stellt fast jeder neue Vermieter. Wer eine einzelne Wohnung ohne Zusatzleistungen vermietet, verwaltet in der Regel eigenes Vermögen, eine Ferienwohnung vermieten ohne Gewerbe ist dann der Normalfall. Gewerblich kann es werden, wenn das Angebot einem Beherbergungsbetrieb ähnelt: Frühstück, tägliche Reinigung, eine Rezeption oder viele Einheiten mit eigener Organisation.

Eine feste Zahl von Wohnungen, ab der Sie für die Ferienwohnung ein Gewerbe brauchen, steht in keinem Gesetz. Entscheidend ist das Gesamtbild. Klären Sie Ihren Fall mit dem Gewerbeamt und dem Finanzamt, die Gewerbeanmeldung selbst ist meist schnell erledigt.

Ferienwohnung anmelden: wo und was

Ferienwohnung vermieten, wo anmelden? Die Einnahmen melden Sie über die Steuererklärung beim Finanzamt, ein Gewerbe beim Gewerbeamt Ihrer Gemeinde. In Kurorten und Ferienregionen erheben viele Gemeinden einen Kurbeitrag oder Gästebeitrag, den Sie von den Gästen einziehen und abführen. Fragen Sie bei der Gemeinde nach, ob für die Ferienwohnung eine Genehmigung oder Registrierung nötig ist.

Ein Punkt hat sich zuletzt geändert: Seit dem 1. Januar 2025 müssen deutsche Gäste keinen Meldeschein mehr ausfüllen. Für ausländische Gäste bleibt die Meldepflicht in Beherbergungsstätten bestehen, die Scheine müssen Sie aufbewahren.

In München ist die Lage strenger: Wer Wohnraum länger als insgesamt acht Wochen im Jahr an Feriengäste vermietet, braucht eine Genehmigung der Stadt, Details stehen in unserem Ratgeber zu Airbnb in München.

54 Apartments im Lehel, professionell betrieben

Ab Herbst 2027 vermietet die residir GmbH in der Ländstraße 6 insgesamt 54 Apartments mit eigener Küche, schnellem WLAN und 24 h Safe Check-in. Wäsche, Check-in und Gästebetreuung laufen dort als Betrieb und nicht nebenbei. Wie das Haus funktioniert, lesen Sie auf der Seite zum Boardinghouse München.

Ferienwohnung selbst vermieten oder vermieten lassen

Wer die Ferienwohnung selbst vermieten möchte, übernimmt Inserat, Preise, Nachrichten und Organisation. Wer die Ferienwohnung vermieten lassen will, gibt diese Aufgaben an eine Agentur oder einen Verwalter ab und zahlt dafür einen Anteil am Umsatz. Beide Wege funktionieren. Die Wahl hängt vor allem davon ab, ob Sie in der Nähe wohnen und wie viel Zeit Sie haben.

Portale und Direktbuchung

Ferienwohnung vermieten, welche Plattform? Große Buchungsportale bringen Reichweite und internationale Gäste, sie berechnen dafür Provision oder Servicegebühren, oft im zweistelligen Prozentbereich, wenn der Gastgeber sie allein trägt. Regionale Portale der Tourismusverbände sind günstiger und erreichen Gäste, die gezielt eine Region suchen. Viele Vermieter nutzen parallel zwei oder drei Portale, um ihre Ferienwohnung zu vermieten.

Die eigene Website mit Direktbuchung spart Provision, bringt aber keine Gäste von selbst. Sie lohnt sich vor allem für Stammgäste und Empfehlungen. Wer seine Ferienwohnung online vermieten will, braucht deshalb beides: Sichtbarkeit über Portale und einen Weg, zufriedene Gäste beim nächsten Mal direkt buchen zu lassen.

Software für die Vermietung

Ab zwei Kanälen wird der Kalender zum Risiko: Eine Doppelbuchung kostet Geld und Bewertungen. Ein Channel-Manager gleicht Verfügbarkeiten und Preise zwischen den Portalen ab. Eine Software, um die Ferienwohnung zu vermieten, kann zusätzlich Nachrichten verschicken, Rechnungen schreiben und der Putzkraft die Wechseltage melden. Welche Angaben eine Ferienwohnung-Rechnung braucht, steht in unserem Ratgeber mit Vorlage. Achten Sie auf die monatlichen Kosten im Verhältnis zur Zahl Ihrer Wohnungen.

Agentur oder Verwalter

Eine Agentur übernimmt je nach Vertrag nur die Vermarktung oder den kompletten Betrieb vom Inserat bis zur Schlüsselübergabe. Vergleichen Sie Angebote nur bei gleichem Leistungsumfang und fragen Sie, welche Kosten zusätzlich weiterberechnet werden, etwa Wäsche oder kleine Reparaturen. Wer mehrere Einheiten betreibt und gezielt die Nachfrage von Messegästen bedient, konkurriert mit professionellen Anbietern einer Unterkunft zur Messe München und braucht andere Strukturen als ein privater Vermieter einer einzelnen Wohnung.

Ferienwohnung selbst vermieten: Schlüsselsafe neben der Wohnungstür für den Check-in rund um die Uhr
Schlüsselsafe oder elektronisches Schloss: Gäste reisen an, wann ihr Zug ankommt, nicht wann Sie Zeit haben.

Preise festlegen: Saison, Mindestaufenthalt, Gesamtpreis

Ein fester Preis für das ganze Jahr verschenkt Geld. Setzen Sie Saisonpreise und reagieren Sie auf Termine in Ihrer Umgebung: Messen, Feste, Ferienzeiten. Gäste, die nach Ferienwohnungen München oder in einer anderen Stadt suchen, vergleichen zuerst Lage, Gesamtpreis und Bewertungen. Schauen Sie deshalb regelmäßig, was vergleichbare Wohnungen in Ihrer Gegend für dieselben Daten verlangen.

  • Mindestaufenthalt: zwei oder drei Nächte senken die Zahl der Wechsel, in ruhigen Wochen hilft eine Nacht, Lücken zu füllen.
  • Wochen- und Monatsrabatte: längere Aufenthalte sparen Ihnen Wäsche und Arbeit, ein Teil davon darf beim Gast ankommen.
  • Gesamtpreis: Pflichtgebühren wie die Endreinigung gehören in den angezeigten Gesamtpreis, Gäste vergleichen ohnehin den Endbetrag.
  • Früh- und Kurzfristbuchung: kleine Nachlässe für Lücken in den nächsten Tagen sind besser als eine leere Wohnung.

Eine Ferienwohnung besser vermieten heißt selten, den Preis zu senken. Meist bringen bessere Fotos, eine klare Beschreibung und schnelle Antworten mehr als zehn Euro Nachlass pro Nacht.

Ausstattung: was Gäste erwarten

Gäste vergleichen Ihre Wohnung mit Hotelzimmern und anderen Ferienwohnungen. Erwartet werden heute ein gutes Bett, eine funktionierende Küche mit Grundausstattung, schnelles WLAN, Handtücher und Bettwäsche sowie ein Platz zum Arbeiten. Fehlt etwas davon, steht es spätestens in der ersten Bewertung.

Wer die Wohnung neu einrichtet, plant robuste Möbel, waschbare Bezüge und genug Stauraum für Gepäck. Eine ausführliche Liste finden Sie in unserem Ratgeber zur Ausstattung der Ferienwohnung, hier nur der Grundsatz: lieber weniger, dafür solide und leicht zu reinigen.

Gästekommunikation und Check-in

Die meisten Probleme mit Gästen entstehen durch fehlende Informationen. Wer vorher klar sagt, wie die Anreise läuft, wo der Schlüssel liegt und was in der Wohnung erlaubt ist, bekommt weniger Anrufe am Abend und bessere Bewertungen. Ein Muster zum Anpassen finden Sie in unserem Ratgeber zur Hausordnung Ferienwohnung.

Nachrichten vor, während und nach dem Aufenthalt

  1. Nach der Buchung: Bestätigung mit Adresse, Zeiten für Check-in und Check-out und den wichtigsten Hausregeln.
  2. Zwei bis drei Tage vor Anreise: Anfahrt, Parken, Zugang zur Wohnung, eine Telefonnummer für Notfälle.
  3. Am Tag nach der Ankunft: kurze Nachfrage, ob alles passt. So erfahren Sie von Problemen, bevor sie in der Bewertung stehen.
  4. Nach der Abreise: Dank und die Bitte um eine Bewertung.

Mit Textvorlagen sparen Sie Zeit, sollten sie aber vor dem Versand kurz anpassen. Schnelle Antworten auf Anfragen zählen auf vielen Portalen auch für die Platzierung in der Suche.

Check-in ohne Wartezeit

Eine persönliche Schlüsselübergabe ist freundlich, bindet Sie aber an die Ankunftszeit der Gäste, und Züge und Flüge sind selten pünktlich. Schlüsselsafe oder elektronisches Schloss erlauben die Anreise rund um die Uhr. Wichtig sind dann eine genaue Beschreibung mit Fotos vom Eingang und ein Notfallkontakt, der auch abends erreichbar ist.

In unserem Haus im Lehel läuft der Check-in deshalb rund um die Uhr über ein Safe-System. Die Erfahrung aus der Praxis von Daniel Schulz: Je weniger ein Gast am Ankunftsabend nachfragen muss, desto entspannter beginnt der Aufenthalt.

Wechseltage, Absagen und Schäden

Wechseltage organisieren

Zwischen Check-out und Check-in liegen oft nur wenige Stunden. Sie brauchen eine zuverlässige Putzkraft mit Vertretung, genug Wäschesätze für mindestens zwei Wechsel und eine kurze Kontrolle nach jeder Abreise. Wie Gäste die Endreinigung sehen und was sie trotzdem selbst erledigen sollen, steht in unserem Ratgeber zur Endreinigung der Ferienwohnung. Legen Sie die Gebühr transparent fest und nennen Sie sie im Gesamtpreis.

Absagen und Umbuchungen regeln

Ohne eigene Regeln gilt bei Absagen das Gesetz, und das ist für beide Seiten oft unklar. Legen Sie deshalb Fristen und Erstattungen vor der ersten Buchung fest und nennen Sie sie im Inserat und in der Bestätigung. Was rechtlich gilt und wie Gäste eine Absage sehen, erklärt unser Ratgeber zur Stornierung einer Ferienwohnung. Eine Umbuchung auf einen anderen Termin ist oft für beide Seiten besser als eine Erstattung.

Absicherung gegen Schäden

Ein zerbrochenes Glas ist normal, ein Wasserschaden nicht. Prüfen Sie, ob Gebäude-, Hausrat- und Haftpflichtversicherung die Vermietung an Feriengäste einschließen, viele Verträge decken sie nicht automatisch ab. Manche Vermieter verlangen eine Kaution, auf Portalen übernehmen eigene Schadensprogramme diese Rolle teilweise. Welche Policen dafür in Frage kommen, erklärt unser Ratgeber zur Versicherung der Ferienwohnung.

Ferienwohnung vermieten: Wechseltag mit frischer Bettwäsche, Handtüchern und Wäschekorb im Schlafzimmer
Am Wechseltag zählen Stunden: Putzkraft mit Vertretung und genug Wäschesätze sind Pflicht.

Bewertungen und Gästebuch

Bewertungen entscheiden mit über die Buchung. Bitten Sie nach jedem Aufenthalt freundlich darum und antworten Sie auf jede Bewertung, auch auf kritische. Eine sachliche Antwort, die das Problem anerkennt und sagt, was Sie geändert haben, lesen künftige Gäste oft aufmerksamer als die Kritik selbst.

Ein Gästebuch in der Wohnung ergänzt die Bewertungen: Gäste hinterlassen Tipps und Grüße, die Nachfolgende gern lesen. Für Sie ist es eine ehrliche Rückmeldung, was gefallen hat, auch von Gästen, die keine Online-Bewertung schreiben.

Einnahmen und Finanzamt

Einnahmen aus der Ferienwohnung sind steuerpflichtig, je nach Fall als Einkünfte aus Vermietung oder aus Gewerbebetrieb, und unter Umständen fällt Umsatzsteuer an. Welche Regeln für Ihren Fall gelten, klären Sie mit dem Finanzamt oder einer Steuerberatung, einen Überblick gibt unser Ratgeber Ferienwohnung vermieten und Steuer.

Checkliste: Ferienwohnung vermieten in zwölf Schritten

Diese Checkliste fasst die Punkte zusammen, die vor dem Start erledigt sein sollten. Sie ersetzt keine Prüfung im Einzelfall.

  1. Teilungserklärung und Gemeinschaftsordnung prüfen, als Mieter Zustimmung des Vermieters einholen.
  2. Bei der Gemeinde nach Genehmigung, Registrierung und Kurbeitrag fragen.
  3. Mit Finanzamt und Gewerbeamt klären, ob ein Gewerbe nötig ist.
  4. Versicherungen auf die Vermietung an Feriengäste prüfen.
  5. Beispielrechnung mit eigenen Zahlen aufstellen, inklusive Ihrer Zeit.
  6. Wohnung einrichten, Wäschesätze und Ersatzteile beschaffen.
  7. Fotos bei Tageslicht machen, Beschreibung und Hausregeln schreiben.
  8. Portale und eigenen Buchungsweg auswählen, Kalender verbinden.
  9. Preise, Mindestaufenthalt, Buchungs- und Absagebedingungen festlegen.
  10. Check-in-Lösung einrichten und Anreiseinfo mit Fotos vorbereiten.
  11. Putzkraft mit Vertretung und Ablauf für Wechseltage organisieren.
  12. Nachrichtenvorlagen, Notfallnummer und Bewertungsanfrage vorbereiten.

Wer eine Ferienwohnung vermieten möchte und diese Checkliste vorher durchgeht, vermeidet die häufigsten Fehler im ersten Jahr.

Ferienwohnung vermieten: Tipps aus der Praxis

Aus über 80.000 betreuten Gästeaufenthalten hat Daniel Schulz einige Tipps mitgenommen, die für jeden gelten, der eine Ferienwohnung vermieten möchte.

  • Ehrlich beschreiben: Ein Hinweis auf die laute Straße oder die steile Treppe kostet vielleicht eine Buchung, verhindert aber schlechte Bewertungen.
  • Ersatz bereithalten: zweiter Schlüssel, Ersatzbirnen, Batterien für die Fernbedienung, eine zweite Matratzenauflage.
  • Auf Wiederholungsgäste setzen: Wer einmal zufrieden war, bucht wieder und braucht keine Provision.
  • Nachbarn einbeziehen: Eine Telefonnummer für Beschwerden und kurze Infos zu Hausregeln an die Gäste nehmen Druck aus dem Haus.
  • Zahlen jeden Monat ansehen: Auslastung, Durchschnittspreis und Kosten pro Wechsel zeigen früh, ob die Rechnung aufgeht.

Was Sie beachten sollten, wenn Sie eine Ferienwohnung vermieten, passt in einen Satz. Behandeln Sie die Wohnung wie einen kleinen Betrieb, mit klaren Abläufen und ehrlichen Zahlen.

Fazit

Eine Ferienwohnung zu vermieten lohnt sich, wenn Erlaubnis, Auslastung und Kosten vorher geprüft sind und Sie den laufenden Aufwand bewusst selbst tragen oder abgeben; wer dagegen selbst eine Bleibe sucht, findet ab Herbst 2027 im Lehel Apartments mit Küche, mehr dazu unter Unterkunft München.

Häufige Fragen zum Vermieten einer Ferienwohnung

Lohnt es sich, eine Ferienwohnung zu vermieten?

Das hängt von Lage, Auslastung und Ihrem Zeitaufwand ab. Nach Abzug von Provisionen, Wäsche, Nebenkosten und Instandhaltung bleibt oft deutlich weniger übrig, als der Übernachtungspreis vermuten lässt. Rechnen Sie das Ergebnis immer gegen eine normale Vermietung und gegen Ihren eigenen Arbeitsaufwand.

Kann ich meine Eigentumswohnung als Ferienwohnung vermieten?

Grundsätzlich ja, wenn Teilungserklärung und Gemeinschaftsordnung die Vermietung an Feriengäste nicht ausschließen und die Gemeinde keine Genehmigung verlangt oder sie erteilt hat. Ein nachträgliches Verbot per Mehrheitsbeschluss der Eigentümer ist laut BGH (Urteil vom 12. April 2019, V ZR 112/18) nur mit Zustimmung aller Eigentümer möglich. Prüfen Sie beide Unterlagen, bevor Sie investieren.

Kann ich eine Ferienwohnung ohne Gewerbe vermieten?

Häufig ja: Wer eine einzelne Wohnung ohne hotelähnliche Zusatzleistungen vermietet, verwaltet in der Regel eigenes Vermögen. Ein Gewerbe kann vorliegen, wenn Umfang und Leistungen einem Beherbergungsbetrieb ähneln, etwa mit Frühstück, täglicher Reinigung oder vielen Einheiten. Eine feste Grenze gibt es nicht, im Zweifel fragen Sie beim Gewerbeamt und beim Finanzamt nach.

Wo muss ich eine Ferienwohnung anmelden?

Je nach Fall beim Finanzamt, beim Gewerbeamt und bei der Gemeinde. Die Einnahmen gehören in die Steuererklärung, ein Gewerbe melden Sie beim Gewerbeamt an, und manche Städte verlangen eine Genehmigung oder Registrierung. Seit dem 1. Januar 2025 müssen nur noch ausländische Gäste einen Meldeschein ausfüllen.

Welche Plattform eignet sich, um eine Ferienwohnung zu vermieten?

Eine allgemein beste Plattform gibt es nicht. Große Portale bringen Reichweite, kosten aber Provision, regionale Portale und die eigene Website mit Direktbuchung sind günstiger, brauchen aber Stammgäste und Pflege. Viele Vermieter kombinieren zwei bis drei Kanäle und gleichen die Kalender mit einem Channel-Manager ab.

Was kostet es, eine Ferienwohnung vermieten zu lassen?

Agenturen und Verwalter berechnen meist einen Anteil am Umsatz, die Höhe hängt vom Leistungsumfang ab: nur Vermarktung oder auch Gästekommunikation, Check-in, Wäsche und Kontrolle. Vergleichen Sie Angebote immer mit dem gleichen Leistungsumfang und fragen Sie, welche Kosten zusätzlich weiterberechnet werden.

Brauche ich eine Genehmigung für die Ferienwohnung?

Das regelt jede Gemeinde selbst. In Städten mit Wohnungsmangel ist eine dauerhafte Vermietung an Feriengäste oft genehmigungspflichtig, in Feriengebieten spielt eher das Baurecht eine Rolle. Fragen Sie bei Ihrer Stadt oder Gemeinde nach, bevor Sie das erste Inserat veröffentlichen.

Was muss ich beim Vermieten einer Ferienwohnung beachten?

Klären Sie zuerst die Erlaubnis (Eigentümergemeinschaft, Vermieter, Gemeinde), dann Anmeldung und Finanzamt. Danach folgen Preise, Buchungsbedingungen, Ausstattung, Check-in und ein verlässlicher Ablauf für die Wechseltage. Unsere Checkliste im Artikel fasst die Schritte zusammen.

Daniel Schulz, Geschäftsführer der residir GmbH

Daniel Schulz · Geschäftsführer der residir GmbH

Er bringt acht Jahre Erfahrung in der Vermietung und Verwaltung von Serviced Apartments mit und hat über 80.000 Gästeaufenthalte betreut. Mehr über Daniel Schulz